Altenpflege

Die Anzahl der alten Menschen in Berlin wird in den nächsten Jahren erheblich zunehmen. Gesunde Lebensführung und gute medizinische Versorgung ermöglichen, dass immer mehr Menschen ein hohes Lebensalter erreichen können. Mit zunehmendem Lebensalter erhöht sich jedoch zugleich die Wahrscheinlichkeit einer Pflegebedürftigkeit.

Für Berlin werden bis 2030 die hochbetagten Menschen, über 80-jährige, um mehr als 60 Prozent von 137.000 in 2012 auf 241.000 in 2030 zunehmen. Entsprechend wird die Nachfrage nach Pflegedienstleistungen ansteigen.

Bereits seit Jahren erzeugt der stetig steigende Zuwachs pflegebedürftiger Menschen eine Zunahme an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung in der Altenpflege. Zum Stichtag 30. September 2014 waren in Berlin insgesamt 66.410 Personen sozialversicherungspflichtig in der Altenpflege beschäftigt. Das entspricht einem weiteren Anstieg im Vergleich zu 2013 von 4 Prozent. Allerdings ist der Bedarf an Fachkräften und qualifizierten Hilfskräften aktuell in der Branche nicht gedeckt.

Damit kommt der Altenpflege eine erhebliche beschäftigungspolitische Bedeutung zu. Das Beschäftigungspotenzial wird in den nächsten Jahren weiter ansteigen und besonders der Bedarf an Altenpflegerinnen und Altenpflegern noch weiter anwachsen.

Allerdings finden beschäftigungs- und arbeitspolitische Fragestellungen bislang kaum Platz in den vielfältigen Debatten zum Thema.


Modellprojekt Fachkräftesicherung in der Altenpflege
Mit dem von der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen geförderten Modellprojekt wird ein Beitrag zur Sicherung des Bedarfs an Pflegefachkräften durch Information-, Transfer- und Netzwerkarbeit in der Branche geleistet.

Eine kurze Beschreibung des Projekts Fachkräftesicherung in der Altenpflege finden Sie hier.


Branchenreport „Die Altenpflege in Berlin – ein Report zur Situation und den Entwicklungsperspektiven der Branche“, Dezember 2014
Die Zahl der Beschäftigten in der Altenpflege ist von 2011 zu 2014 um 11,1 Prozent gestiegen. Somit bleibt das Wachstumspotenzial der Branche weiterhin erhalten. Der Bedarf an Pflegekräften und Pflegefachkräften ist unverändert groß. Erfreulicherweise hat in den letzten drei Jahren der Anteil von Auszubildenden in der Altenpflege um ca. 15 Prozent zugenommen. Im gleichen Zeitraum ist jedoch die Teilzeit- und geringfügige Beschäftigung ausgebaut worden. Die Herausforderungen der Branche, dem Mangel an Pflegefachkräften entgegen zu wirken und die Arbeitsbedingungen zu verbessern, bestehen unverändert.

Der Branchenreport kann hier heruntergeladen werden.


Aktualisierung des „Förderwegweisers Pflege“
September 2015

Die aktuellen Änderungen bzw. Ergänzungen zu den Maßnahmen der Förderung des Arbeitsmarktes und der Beschäftigung für Berlin haben wir für Sie in Form eines Einlegeblatts für den „Förderwegweiser Pflege“ zusammengestellt.
In der Übersicht sind jeweils nur die Änderungen oder Ergänzungen mit Angabe der betreffenden Seite im „Förderwegweiser Pflege“ aufgeführt. Den vollständigen Text entnehmen Sie bitte weiterhin dem Förderwegweiser.

Die pdf-Datei können Sie hier herunterladen.


Förderwegweiser Pflege, Juni 2014
Der „Förderwegweiser Pflege,“ der im Rahmen des Projektes Fachkräftesicherung in der Altenpflege erstellt wurde, bietet einen Überblick über die aktuelle Förderkulisse des Arbeitsmarktes und der Beschäftigung durch das Land Berlin sowie der Arbeitsagentur. Er beinhaltet Hinweise und Möglichkeiten der Unterstützungen von Aus-, Weiter- und Fortbildungen der Beschäftigten, aber auch zu Ausweitungen des Beschäftigungsumfangs.

Den „Förderwegweiser Pflege“ können Sie hier herunterladen.


Expertise: Pflegende Dienstleistung im Wandel, April 2010
Welche wirtschafts- und beschäftigungspolitische Position nehmen Alten- sowie Krankenpflege als Dienstleistung ein? Lesen sie mehr dazu hier.

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